Samstag
15. August 2026
21.30 Uhr
"Andenken"
Nurit Stark Violine
Tianwa Yang Violine
Liisa Randalu Viola
Emma Wernig Viola
Lionel Martin Violoncello
Valentino Worlitzsch Violoncello
35 EUR | 30 EUR
Eintrittskarten online bestellen
Eintrittskarten im Wahl- oder Komplettabo bestellen
Klang gewordene Erinnerung: Ein Dunkelkonzert zwischen Rückblick, Stille und Innehalten im Hier und Jetzt mit Werken von Ravel, Krenek und Arensky
Erinnerung ist ein zentrales Motiv dieses Dunkelkonzerts – ein stilles Nachdenken über Vergangenes, das in der Musik weiterlebt und in die Gegenwart hineinwirkt. Maurice Ravel widmete seine Sonate für Violine und Violoncello dem Andenken an Claude Debussy und schuf damit ein Werk von herber Klarheit, reduzierter Klangsprache und zugleich großer innerer Spannung.
Auch Ernst Krenek richtet seinen Blick zurück: Seine Parvula Corona Musicalis ist eine Hommage an Johann Sebastian Bach, in der sich barocke Formen und moderne Tonsprache überlagern und gegenseitig durchdringen. Vergangenheit erscheint hier nicht als abgeschlossen, sondern als lebendige Inspirationsquelle.
Schließlich erinnert Anton Arensky in seinem Quartett an Pjotr Tschaikowsky. Die Variationen über ein Thema des verehrten Komponisten sind von tiefer Melancholie, aber auch von Wärme und inniger Verbundenheit getragen.
Im Dunkel der Friedenskirche entsteht so ein Raum der Konzentration, in dem Musik zu einem leisen Gespräch mit der Vergangenheit wird – und zugleich einen Moment des Innehaltens im Hier und Jetzt eröffnet.
Maurice Ravel (1875–1937)
Sonate „À la mémoire de Claude Debussy“
für Violine und Violoncello
Allegro | Très vif | Lent | Vif, avec entrain
Ernst Krenek (1900–1991)
Parvula Corona Musicalis ad honorem J. S. Bach op. 122
für Violine, Viola und Violoncello
Argumentum | Symphonia | Invocationes | Contrapuncti Varii | „Corona“
Anton Arensky (1861–1906)
Quartett a-Moll op. 35 „À la mémoire de P. Tschaiowsky“
für Violine, Viola und zwei Violoncelli
Moderato | Variations sur un thème de P. Tschaikowsky | Finale